Hingehen?!

Auf dieser Seite möchte ich Orte vorstellen, an denen ich schon einmal gewesen bin und von denen ich finde, dass sie einen Ausflug wert sind. Das wird in unregelmäßigen Abständen geschehen. Die entsprechenden Links zu den Websites dieser Ziele sind dann in der Navigation unter "Linkz" zu finden. Vielleicht denken einige ja, dass das völlig unnötig ist. Aber so ist das eben: Ich denke ja auch, dass ein Sinn auf einer Homepage nicht sein muss. Also herzlich willkommen in meiner Welt!

Die Ziele:

 

Allwetterzoo Münster

Zuallererst möchte ich aus gegebenem Anlass den Allwetterzoo Münster vorstellen. Gerade erst ist er bei einer Untersuchung der 50 wichtigsten Zoologischen Gärten in Deutschland des Magazines Stern auf dem neunten Rang gelandet. Ich könnte hier natürlich einige Dinge schreiben, die man in jedem Werbeprospekt nachschlagen kann, aber das ist gar nicht mein Auftrag. Vielmehr möchte ich Leute aus meiner Sicht begeistern. Der Allwetterzoo war vor langer Zeit eher bekannt für seine Betonbauweise. Das hat der etwas aufdringlich erscheinende Zoodirektor Adler (kein Benjamin-Blümchen-Witz) jedoch seit seinem Amtsantritt geändert. Vor allem durch seine unzähligen und penetranten Auftritte in den Medien, die sich, aufgrund der Werbewirkung durch steigende Besucherzahlen und somit finanziell, rechtfertigen lassen, konnte der Zoo - soweit es einem Zoo möglich ist - nun den Tieren ein angemessenes Zuhause bieten. Fast ganz Deutschland kennt z.B. Sandy, die Pinguindame, die sich in Ihren Pfleger verliebt hat. Das ist zwar schön und bestimmt auch werbewirksam, aber viel mehr Spaß macht es, sich den Marsch der kompletten Pinguingarde anzuschauen. Dieser findet öfter mal statt und man kann dabei den Pinguinen von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen, bzw. liegen. Man muss sich nur herablassen, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber Vorsicht, die Jungs und Mädels können auch mal schnappen! Sind ja auch nur komische Vögel.

Auch die komplette Affenanlage, zum Großteil übrigens begehbar, ist wunderschön gestaltet. Hier fällt mir immer wieder ein Erlebnis ein, wie eine exorbitant adipöse Frau mit einem Brötchen in der einen und einem Stock in der anderen Hand, versucht hat, einem gemütlich dasitzendem und essendem Orang-Utan den Stock an den Kopf zu werfen. Daraufhin hat der Orang-Utan den Stock zurückgeworfen und die Fettsau am Kopf getroffen. Diese hat vor Schreck ihr Brötchen fallen lassen und die ganze Zeit geflucht. Mann, hat die geschrieen. Ich bin mir jedoch bis heute nicht sicher, ob das am Verlust Ihres Brötchens lag oder wegen des Schreckens. Ich habe jedenfalls gedacht, dass der Affe einen Orden verdient hat und mir vorzustellen versucht, was diese wirklich dicke Frau wohl gemacht hätte, wenn man SIE beim Essen gestört hätte. Außerdem fand ich es schade, dass der Affe keinen Ziegelstein zur Hand hatte.

Ein weiteres Highlight ist die Fütterung der Elefanten durch die Besucher. Sofern man es schafft, vorher eine Menge kleine Kinder gewaltsam beiseite zu drängen, steht man selber in der ersten Reihe. Dann kann man die Elefanten mit Brot, Äpfeln oder Karotten füttern. Letztere kann man in die beiden Löcher am Rüssel stecken, von wo die Elefanten sie dann zum Mund führen. Das macht Spaß, jedenfalls solange, bis sich der Elefant genau im Augenblick der Übergabe kurz den Rüssel schnäuzt. Dann hat man nämlich die Hand voll mit Karottensabber. Aber man steht im Mittelpunkt, weil einem die Lacher gewiss sind.

Gerade vor kurzem haben aber auch meine absoluten Mitfavoriten, die Erdmännchen, ein neues Zuhause bekommen. Sie leben nun in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Nashörner, deren Gehege ebenfalls vergrößert und somit viel schöner gestaltet wurde. Für Besucher wurde das Zweigeteilte GEhege der Erdmännchen verbunden mit einem Gang, in welchem man die wirklich süßen Tiere aus nächster Nähe betrachten kann, wenn diese gerade durchlaufen. Bis September 2008 war im Gehege auch die sog. Erdmännchencam aufgestellt. Damit konnte man das Treiben rund um die Uhr beobachten. Leider nun vorbei.

Ach, es gibt so viele tolle Tiere. Ich weiß gar nicht, wo ich weitermachen soll. Also lass ich es lieber und werde bald mal wieder dort vorbei gehen. Der Zoo ist also definitiv immer einen Ausflug wert.